Das älteste Runenlied in der Edda


-Das Lied der Hohen-
(Havamal)
"Zeit ist's zu reden vom Rednerstuhle!"

An der Urda , der Norne ,geweihtem Brunnen
Schweigend saß ich ,sah ich und sann.
Da hört' ich die Rede des Hohen.
Von Runen er sprach , vom Rate der Götter,
Vom Ritzen der Runen ,vom Raunen der Runen.
In der Halle des Hohen!
In der Halle des Hohen
Hört ich das sagen:

Ich weiß , wie ich hing am windkaltem Baum
Neun eisige Nächte ,
Vom Geere verwundet, dem Wodan geweiht
Ich selbst geweiht mir selber
Am mächtigen Baum, der den der den Menschen verbirgt ,
Wo er den Wurzeln entwachsen.

Sie boten mir weder Speis noch Trank,
Da neigt' ich mich suchend hernieder,
Erkannte die Runen, nahm sie klagend auf,
Bis ich vom Baum herabsank.


Begann nun zu werden und weise zu sein,
Zu wachsen und wohl mich zu fühlen.
Wort mich von Wort zu Wort führte
Und Werk mich von Werk zu Werk führte:
Nun weiß ich die Sprüche , wie kein seherisch Weib,
Und keines der Menschenkinder.---

Und sind diese Sprüche dier,Menschensohn auch
Auf lange hinaus unerlernbar:
Faß sie ,erfährst du sie !
Nutz sie ,vernimmst du sie!
Heil dir ,behieltst du sie !


Das erwachende Erbe der Runen

-Buch 226 Seiten-
Autoren: Hardy Hoffmann/Christoph Lotte



-Leseprobe
-

Kapitel  I

Das Erwachen der schlafenden Helden

***

Vom Felsentor gellend der Höllenhund bellt,

es reißen die Fesseln, der Fenris-Wolf rennt!

Vieles weiß ich, fernes schaut ich:

Der Rater Schicksal, der Schlachtgötter Sturz.

 

Es befehden sich Brüder und fällen einander,

die Bande des Blutes brechen Schwesternsöhne;

voll Hass ist die Welt und Hurentum waltet –

Beilzeit ist’s, Schwertzeit, die Schilde bersten,

Windzeit, Wolfzeit, eh’ die Welt versinkt –

Nicht einer will des anderen schonen.

***

(Der Seherin Gesicht [Voluspa])

Fast alle alten Geschichten handeln von dem immerwährenden Kampf des „Guten gegen das Böse“. In welcher mannigfaltiger Form es sich auch den Helden entgegenstellt und wie viele Entbehrungen damit verbunden waren, um siegreich daraus hervorzutreten, wichen die Helden nie von ihrem Weg ab und taten alles in ihrer Macht stehende, um standhaft zu sein. In den meisten Menschen scheint der Schurke endgültig gesiegt zu haben und so sind Helden rar geworden, ihre Ideale und Werte scheinen in weite Ferne gerückt zu sein. Niemand fühlt sich auserkoren, ihre Rolle zu übernehmen, und endlich wieder Licht in diese dunklen Tage zu bringen. Dabei waren doch noch viele Menschen in ihren Kindertagen so fasziniert von den Taten und Werken der Helden und ihrer Geschichten, die von Liebe, Treue, Ehre und dem Sieg des Guten handeln; sie waren ihre Vorbilder, ihnen wollten sie nacheifern und die Menschen bezogen Mut aus ihrem Werdegang.

Fühlen Sie sich beim Lesen dieser Zeilen aus der Götterdämmerung der Edda auch an unsere heutige Zeit erinnert? Sollte etwa diese überlieferte Strophe der Seherin genau unsere Zeit beschreiben? Scheint es denn nicht so, dass heute die Wölfe diese Welt beherrschen, jeder gegen jeden kämpft und der Schutz der Gerechten und die Taten des Edelmutes von der Welt verschwunden sind? Der gesunde Menschenverstand sagt jedem, dass in unserer heutigen Zeit vieles gänzlich aus den Bahnen läuft, aber viele sehen keine Alternative oder keinen Ausweg. Die meisten Menschen leben dadurch in einer Ohnmacht, aus der sie nicht erwachen und die den eigenen Willen immer schwächer werden lässt. Andere wären bereit zu kämpfen, wenn sie nur wüssten wofür. Wie sollte man in heutigen Zeit alte Ideale und Werte noch leben können, wo doch Verachtung, Ausbeutung und Pervertierung gegenüber allem Leben auf der Tagesordnung ganz oben stehen? Nach dem Motto: „Schicksal, da karma wohl nichts machen“. So scheint dies wohl das Schicksal unserer Zeit zu sein. Schuld daran sind dann die Regierenden, Banken, Terroristen oder wer sonst noch an der ganz eigenen Verschwörungstheorie beteiligt ist. Aber auf jeden Fall ist die Schuld immer bei den Anderen zu suchen. So wählt man den leichten, verführerischen Weg der Unmündigkeit.Wenn man die Zeilen der Edda nur auf einer materiellen Ebene deutet, wird man auch nur Schlussfolgerungen dieser Art darin wiederfinden. Doch wenn wir die Geschichten auf einer spirituellen Ebene beleuchten, dann verlagern sich die Kämpfe in unser Inneres und wir erhalten wichtige Hinweise auf einen möglichen Ausweg oder eine Alternative zu unserer jetzigen Situation. Wenn wir unser Leben wirklich wandeln wollen, müssen wir zuerst uns selbst verändern und den Helden in uns erwecken, denn dann folgt die Welt uns nach.Viele Menschen suchen ihre Gegner immer außerhalb von sich selbst und auch den Schlachten der Nordmeervölker geben sie keinen anderen Deutungsrahmen als diesen. Die Ausschnitte aus der Edda sind Worte der Alten, und erzählen uns zwar von einer Schlacht, welche die Schlachtgötter zu schlagen haben, doch diese steht symbolisch für die innere Schlacht, die in uns allen tobt, tagtäglich im Innersten eines Jeden: wir haben bei jeder eigenen Entscheidung mit unseren eigenen Riesen zu ringen und unsere eigenen Schlachten zu schlagen. So erzählen uns die Alten in ihren Geschichten nicht von den blutrünstigen, barbarischen Taten unserer Vorväter, sondern von ihrem innerem Kampf der Überzeugungen, den sie auszutragen hatten, um in ihrem Streben zum Licht, zum Reinen, siegreich voranzuschreiten, nach Asgard. Wenn man davon ausgeht, dass die Menschen zu allen Zeiten dasselbe Bewusstsein hatten, wird man nie ein wirkliches Verständnis für ihre Mythen entwickeln. Ein Held ist immer er selbst, denn nur dort liegt die Kraft, zu dem zu werden, was in ihm schlummerte. Er fragt nicht danach, was andere von seinem Tun halten würden, sondern muss mit seinen Taten nur vor sich selber (d.h. seinen Idealen) bestehen können und niemand könnte ihm ein strengerer Richter sein. Er steht immer zu seinen Taten und den daraus resultierenden  Folgen. Die Geschichten zeigen uns auch den unvermeidlichen Verfall und Niedergang der „guten Sache“, wenn ethische und moralische Werte ihre Bedeutung verlieren. Dieser Verfall leitet immer ein „dunkles Zeitalter“ ein, indem jedoch eine neue Generation von Helden heranwächst, die das Licht wieder in die Welt zurückbringen können. Vielleicht ist genau darin die Faszination begründet, dass sich so viele Menschen wieder unserer alten Kultur und ihren Werten nähern, um auf den richtigen Weg zurück zu finden. Dabei finden sich diese Werte natürlich nicht nur in den Geschichten der Nordmeervölker. Sie sind in den mannigfaltigsten Formen auf der ganzen Welt zu finden und sind ein gemeinsames Streben aller Menschen. Denn die Ideale, nach denen unsere Helden streben, können uns einen Weg aufzeigen, nach dem wir unser Streben und Handeln ausrichten können, um unsere Schlachten aus eigener Kraft zu meistern.

Auch die Philosophen der Antike (z.B. Epiktet) haben uns dies sehr prägnant und anschaulich in ihren überlieferten Texten erhalten. Man könnte an dieser Stelle aber auch Kant (kategorischer Imperativ), die Bergpredigt, Yogananda o.a. zu Rate ziehen. Und wer möchte, ist herzlich eingeladen, dies auch zu tun. Der Held unterscheidet sich in allen Geschichten vom Schurken grundsätzlich in seinem Streben, seiner geistigen Ausrichtung, und damit zwangsläufig in seinen Taten. Taten sind ein unmittelbarer Ausdruck der zugrundeliegenden geistigen Reife des Handelnden. Der Schurke hat zwar auch aus der Überzeugung heraus gehandelt, etwas Gutes zu vollbringen (zumindest für ihn), jedoch war er in seinen Idealen und Vorstellungen gänzlich verirrt: „Verstanden hat er nicht‚ die Moral von der Geschicht“. In den meisten Geschichten geht der Streit zwischen beiden Protagonisten sehr knapp aus und „dem Guten“ eilt zumeist der Zufall zur Hilfe. Der Zufall ist allerdings nur ein anderes Wort für das Wirken Wyrds (des Schicksalsgeflechtes). Dadurch, dass der Held sein Handeln nach den kosmischen Gesetzen ausrichtet, hat er immer einen Vorteil, da so die Welt für ihn arbeitet. So ist es also von höchster Wichtigkeit für den guten Ausgang einer Geschichte, immer tugendhaft und ehrbar zu  handeln, wie es uns noch so schön in dem Bild der Ritter der Tafelrunde überliefert ist, dessen Wurzeln in den Sagen der Nordmeervölker zu finden sind. Die alte Überlieferung der Artus Saga ist reich an Beispielen dieser großen Ideale, der tugendhaften Tatkraft und deren Verwirrung, ausgelöst durch den Verfall der menschlichen (ethischen) Werte. Dabei zeigt sich der Wert eines Ritter nicht ausschließlich durch seine Kampfkraft, vielmehr durch das Einstehen für die Gerechtigkeit (nicht zwangsläufig menschliche Gesetze/Recht) und den Schutz derer, die schwächer sind als er. Sein Sinnen ist nicht auf Zerstörung, sondern auf Schutz ausgerichtet. Helden sind Vorbilder, und ihre Ziele sind zumeist nicht von dieser Welt. Aber wie würden sich Helden/Ritter in der Ausgestaltung unseres Lebens verhalten? Denn die Geschichten verschweigen uns, was sie zwischen ihren Abenteuern erlebten. Wahrscheinlich sammelten sie, genau wie wir, eine Menge „unheldenhafter“ Erfahrungen.

Laster und Tugenden leben in mir

wie´s trifft  bei der Mehrheit der Menschen,-

wie keiner vollkommen oder ganz ohne Fehl-

so ist auch ganz unselig keiner.

(Das Lied des Hohen [Havamal])

Doch ohne diesen Schatz an Erfahrungen, resultierend aus Unwegsamkeiten und Unwissenheit, könnten Helden ihr nächstes Abenteuer bestimmt nicht meistern. Und Unwissenheit ist ja auch die Mutter aller Abenteuer und nur an Erfahrungen wächst man. Die Faszination macht auch die Unbeirrbarkeit ihres Herzens und ihren aufflammenden Überlebenswillen aus, gerade wenn schon alles verloren scheint. Dies scheint der Kern eines jeden siegreichen Ausganges zu sein und genau diese Kräfte sind es, die uns die „kleinen Heldentaten“ in unserem alltäglichen Leben verwirklichen lassen. Vergessen wir nicht, dass alle Geschichten Bilder sind und diese wollen uns von mehr berichten, als nur von ihrem historischen Gehalt. So findet die Schlacht immer erst in unserem Inneren statt, immer wenn  wir eine Entscheidung treffen müssen; nach bestem Wissen und Gewissen. Wenn wir diese Entscheidung dann umsetzen, nach ihr handeln, dann kann es uns das Ergebnis manchmal wie eine verlorene Schlacht erscheinen. Doch der eigentliche Sieg ist der Sieg über unser niederes Ego, den „inneren Schweinehund“.

Schau dich nicht um im Gewühle der Schlacht,

sonst macht dich der Schrecken zum Schweine,

sieh fest der Gefahr und dem Feind ins Gesicht,

dann zwingt dich kein schmählicher Zauber.

(Das Lied des Hohen [Havamal])

In allen Menschen schläft der Held tief im Inneren, er hat sich nie wirklich seinen Feinden, seinen Riesen, gestellt und ist darüber eingeschlafen. Dies geschah aus Angst. Die Angst vor einer Sache hat noch nie jemanden tatkräftig unterstützt, eher der Respekt und die Achtung vor den wirkenden Kräften. Denn die Angst ist der Erz-Feind aller Wandlung zum Guten, sie zehrt unseren Willen und somit unsere Tatkraft von innen heraus auf. Und diese beiden Kräfte sind die einzigen, die wir gegen das Übel einsetzen können. Furcht entsteht immer aus dem Inneren heraus und wird erst von uns ins Äußere hineingelegt; nicht der Tod ist furchtbar, sondern die Vorstellung von ihm. Die meisten Menschen lähmt die bloße Vorstellung von Dingen, die sie zu ändern suchen. Sie richten ihre Aufmerksamkeit nur auf die Nöte, auf das Schlechte, und versinken so darin. Wenn man etwas gegen die beunruhigenden Dinge unternehmen will, sollte man sich zwar klar darüber sein, welche widrigen Umstände hier in Erscheinung treten, doch man sollte dabei nie sein eigentliches Ziel aus den Augen verlieren. Indem man seine Aufmerksamkeit nicht immer auf die schlechten Dinge des Lebens lenkt, kann man diese als Möglichkeiten wahrnehmen. Je nachdem, wie man ein Ereignis betrachtet, ist es nämlich erträglich oder unerträglich, es verbirgt sich also eine Chance oder ein unlösbares Problem dahinter. Erst wenn man es ertragen kann, hat man die innere Ruhe und die Kraft, es zum Besseren zu wenden. Kauerte Odin bei der Götterdämmerung etwa deprimiert in einer Ecke, weil er wusste, das seine Zeit zu Ende gehen wird? Nein, er traf seine Entscheidungen, indem er konsequent für seine Ideale einstand, bereitete sich vor, tat, was zu tun war, und stellte sich.

Nimm dich in Acht, aber nicht ohne Not,

sei vorsichtig, aber nicht furchtsam!

(Das Lied der Hohen [Havamal])

So ist die Wolfszeit die Zeit der Entscheidung zwischen Gut oder Böse, Held oder Schurke, und daraus resultierend eine Zeit des Lernens, der Überprüfung der eigenen Überzeugungen. Wann könnte man besser für das Gute einstehen und die ritterlichen Tugenden in sich neu entdecken, denn genau diese sind es, die uns wahrlich mächtig gegenüber allen Prüfungen des Lebens machen, uns aus jeder Wirrung befreien und uns unserer Bestimmung entgegentragen. So hat man seinen Werdegang selbst in der Hand, man muss sich nur standhaft und tugendhaft den Versuchungen widersetzen und den Mut niemals verlieren, seine eigenen Schlachten zu schlagen. Wenn man dieses immer wieder aufs neue beweist, steht man wahrlich unter dem Schutz der Götter. Da uns ja anscheinend die Helden in der heutigen Zeit fehlen (aber in so vielen schlummern), müssen wir diese Gabe wohl in uns selbst wiederfinden und neu erwecken. Ein reines Gewissen und der Wille zum Guten, zur Wahrheit, sind unser Antrieb und sollen uns immer in unseren Entscheidungen leiten.

***

Dann hebt sich die Erde zum anderen Male

in ewigem Grün von dem Grunde der See,

es schwindet die Flut unterm schwebenden Adler,

der ruhig am Felsen nach Fischen jagt.


Auf dem Idafeld wieder die Asen sich finden

um zu reden vom riesigen Weltenumwinder.

Bedeutsamer Werke Gedächtnis erwacht

aus uralten Runen der ältesten Rater.


Und wieder werden sich wundersam finden

im wucherndem Grase die Stäbe von Gold,

die einst in der Vorzeit ihr Eigen schon waren.

Unbesät werden die Äcker dann tragen;

Böses wird besser, Balder kehrt heim.

***

(Das Lied der Hohen [Havamal])


Runen-Namensanalyse
"Das Geheimnis des eigenen Namens durch Runen entschlüsseln"
- Nomen est omen -
Wie der lateinische Sinnspruch, “ Der Name ist ein Zeichen“,  beispielhaft beschreibt, ist die Wirkung, die von einem Namen ausgeht, sehr stark. Der uns verliehene Name beschreibt einen ganz entscheidender Teil unserer Persönlichkeit, denn er begleitet uns unser ganzes Leben, ja eilt uns und unseren Taten voraus. Wir werden durch unseren Namen von anderen erkannt und achten peinlichst genau darauf, wer uns wie beim Namen nennen darf, und wer nicht. Denn ein Name ist nie nur bloße Zierde oder willkürlich gewählt worden. Viele Menschen erzittern schon bei dem Erwähnen einiger Namen und deren Trägern, oder schöpfen Kraft und Hoffnung aus anderen. So wirkt sich der Namen auf unsere Mitmenschen und unsere Umwelt aus und tritt mit ihr in Wechselbeziehung.

Jedes Ding hat seinen Namen, die bei den Nordmeervölkern sogar von den Göttern verliehen wurden. Wie oft sagt man „Mein Name ist...“ oder „ Ich bin...“.  Der Name beschreibt den Kern seines Trägers und die in ihm wohnenden Kräfte und Tugenden. Doch viele Namen entstammen heutzutage einem anderen Sprachraum und/oder können kaum noch von uns in unseren heute verwendeten Sprachgebrauch übertragen werden. Deren Kern ist zumeist nicht einfach zu finden und nur selten offenbart er sich seinem Träger und dessen Umfeld so einfach, wie bei einigen deutschen Namen, deren einzelnen Worte/Teile wir noch immer übersetzen können, wie z.B. Reinhart, der mit reinem Herzen oder Linda, die L/linde. Auch werden wir oft in verschiedenen Situationen und von verschiedenen Freundeskreisen „anders“ beim Namen genannt. Doch der Name beschreibt immer unser innerstes Selbst und die Rolle bzw. die Tugenden, die wir ausleben und die wir diesen Menschen offenbaren. Auch geht die Wirkung des Namens viel tiefer als nur bis zu beschreibenden Wörtern. Jedes Wort bringt unsere Stimmbänder (und somit unseren ganzen Körper) in Schwingung. So ist jeder einzelne Buchstabe wichtig für seine ihm eigene Schwingung und Wirkung. Doch die heute verwendeten Schriftzeichen entstammen einem gänzlich fremden Sprachraum und können uns so kaum noch bei der Entschlüsselung des Namens, seiner Bedeutung und der ihm innewohnenden Kräften helfen. Anders die Runen; sie haben nämlich nicht nur einen Lautwert, sondern stehen durch ihre besondere geometrische Form in Verbindung mit im Kosmos wirkenden Gesetzmäßigkeiten. Die in ihnen wohnenden Kräfte und Tugenden wirken, wie z.B. Planeten, auf den verschiedensten Seiensebenen und geben ihnen Form und Ausdruck. Jede Rune hat auch einem ganz eigenen Namen, der genauso persönlich ist wie der eines  Menschen. So können wir durch die Übersetzung des Namens in Runen hinter seine verborgenen Tugenden  blicken und die ihm innewohnenden Potentiale entschlüsseln.

Dafür zerlege ich zuerst den Namen in seine Lautschrift und übertrage diese in die Runenzeichen des 18er Futhark´s,  so dass eine Runenreihe entsteht. So offenbaren sich dessen Tugenden und verborgenen Kräfte. Durch die dritte Reihe, die die Namen der jeweiligen Runen beinhaltet, bildet diese Runenreihe gleichzeitig ein sog.  Spruchorakel, mit dessen Hilfe man die innewohnenden Kräfte des zu entschlüsselnden Namens darstellend beschreiben kann. Die vorkommenden Runen verraten uns viel über den Namen und seinen Träger. Doch stellen sie immer nur sein Potential dar, welches es auszuschöpfen gilt. Kaum jemand nutzt alle seine Gaben zu gleichen Teilen; so haben wir uns zumeist einige Kräfte bereits nutzbar gemacht, während wir bei anderen gerade dabei sind, sie in unserem Leben einfließen zu lassen und sie zu verwirklichen.